editorial

Elisabethinen, das sind wir alle

LIEBE LESERINNEN! LIEBE LESER!


Vielfalt und Kooperation gehören seit jeher zur DNA der Elisabethinen. Bereits unsere Ordenspatronin, die heilige Elisabeth von Thüringen, sorgte im Hospital in Marburg gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden für die Armen, Kranken und Notleidenden. Seither ist ihr Werk weithin gewachsen und wir können in diesem Jahr dankbar das 275-jährige Jubiläum der Elisabethinen in Linz und das 330-jährige Jubiläum der Elisabethinen in Graz begehen. Gemeinsam mit unseren vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren wir Ordensschwestern uns heute in unseren zahlreichen Werken für die uns anvertrauten Menschen. Der Titel dieser Ausgabe unseres Magazins ist daher prophetisch. Gerade in einer Zeit, in der „Social Distancing“ ja leider nicht nur die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln in Bezug auf die Corona-Krise
meint, sondern auch entsolidarisierende Symptome unserer Gesellschaft bezeichnet, sind Empathie, Multiprofessionalität und Zusammenwirken auf Augenhöhe unverzichtbar für unsere Werke.

Wir Schwestern sind froh und dankbar für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Talente und Fähigkeiten einbringen und mit denen wir gemeinsam neue Aufgaben und Herausforderungen anpacken können, wie es in der Charta der Elisabethinen in Österreich heißt: „Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, die elisabethinische Berufung und den damit verbundenen Auftrag erlebbar zu machen. Wechselseitig stärken wir einander und stehen in Dankbarkeit und Respekt füreinander ein.“ Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns nicht nur als hochkompetente Arbeitskräfte wichtig, sondern besonders auch als Personen mit ihren Hoffnungen und Sorgen. Dankbar nehmen wir sie täglich mit in unser Gebet. Achtsamkeit und Kooperation im Umgang miteinander tragen dazu bei, die eigene Arbeit gern zu tun und unsere
Werke zu guten Orten für unsere Patientinnen und Patienten zu machen. Vor allem im Advent und im Kind von Bethlehem sehen wir, wie respektvoll Gott mit uns Menschen umgeht und wie sich so unsere Welt verändert. Einen solchen „menschlichen Blick“ aufeinander wünsche ich uns allen nahe am Weihnachtsfest im heurigen Krisenjahr mit Worten des heiligen Franz von Assisi:
„Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.“

 

Sr. M. Bonaventura Holzmann

Generaloberin Konvent der Elisabethinen Graz
im Namen der Elisabethinen
in Österreich