Wie wird heuer das Weihnachtsfest gefeiert?

Wie wird heuer das Weihnachtsfest gefeiert?

Vieles ist heuer angesichts der Corona-Pandemie anders. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind die strengen Vorschriften des Lockdown 2.0 besonders spürbar. Jeder macht sich Gedanken über das heurige Weihnachtsfest: Wie können wir heuer Weihnachten feiern? 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elisabethinen in Graz, Linz und Wien sowie Sr. Rosa erzählen, wie sie heuer in dieser schwierigen Zeit das Weihnachtsfest feiern werden:

 

„WEIHNACHTEN, DAS FEST der Geburt Christi, ein Fest der Familie und der Gemeinschaft kann und wird nicht entfallen, aber es wird anders gefeiert. Gott, der zu uns herabkommende, kam damals unter ärmlichen Umständen in diese Welt. Er kommt auch heuer in unsere Zeit, in der wir beinahe hilflos der Viruspandemie gegenüberstehen. Sich seiner Liebe öffnen und an ihn glauben, ihn in unser Herz aufnehmen,
sich von ihm beschenken lassen und als Glaubende seine Liebe weiterschenken ist die Kernaussage der Weihnachtsbotschaft. Die einfachen klösterlichen Rituale in der Schwesterngemeinschaft können
wahrscheinlich wie bisher gefeiert werden. Was nun fehlen wird, ist die Christmette in der Elisabethkapelle am späten Nachmittag mit den Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen, sowie den Menschen aus der näheren Umgebung. Die feierliche Gestaltung und musikalisch ansprechende Umrahmung und das anschließende Weihnachtswünschen war für alle Teilnehmenden immer ein besonderes Erlebnis.
Wir Schwestern hoffen, dass wir eine Christmette, wenn auch in kleinem Rahmen feiern können.“

Sr. Rosa Steiner, Ordensschwester Elisabethinen Linz-Wien


„WIR WERDEN WEIHNACHTEN wie jedes Jahr im Familienkreis mit den Kindern feiern. Es wird uns sicher fehlen, dass wir heuer mit den Kindern nicht in die Kindermette gehen können, stattdessen werden wir einen Weihnachtsspaziergang machen und dabei auf dem Friedhof für unsere lieben Verstorbenen Kerzen anzünden. Ich denke, dass die Coronakrise nichts an den strahlenden Augen meiner Kinder (4 und 6 Jahre) ändern wird.“

Martin Pühringer, Geschäftsführer eligast


„TROTZ DER AKTUELLEN KRISE, werden wir unser Weihnachtsfest im allerengsten Familienkreis wie in den letzten Jahren feiern. Es gibt viele Veränderungen und Einschränkungen für die ältere Generation,
Weihnachten soll hier eine Art Beständigkeit bieten. Die unverzichtbaren Vorsichtsmaßnahmen werden uns nicht daran hindern, einen schönen, fröhlichen und feierlichen Abend gemeinsam mit unseren Müttern zu begehen.“

Alexandra Vacek, MBA, Office- und Projektmanagerin Elisabethinen Wien-Mitte


„ICH MUSS GESTEHEN, dass es mich ein wenig überfordert diese Frage in einem so besonderen Jahr bereits Ende Oktober (Redaktionsschluss) zu beantworten. Ganz einfach deshalb, weil ich in den letzten Monaten gelernt habe, dass Pläne ähnlich einer Skizze eines Gemäldes sind. Die konkrete Ausgestaltung und Farbgebung des Bildes hängen dann von der momentanen Verfasstheit, den augenblicklichen Möglichkeiten ab. Unter diesem Vorsatz, wage ich dennoch einen Blick auf das heurige Weihnachten: Heilig Abend 2020: Seit ich Kinder habe (vier und acht Jahre), ist es mir wichtig, diesen Tag sehr bewusst ruhig
zu gestalten. Es gibt an diesem Tag keine letzten Besorgungen, kein Putzen, nur ganz einfaches Mittagessen – und keinen Besuch. Gemeinsam wird am Vormittag der Christbaum geschmückt, am Nachmittag hat sich ein Sparziergang mit den Kindern als Fixpunkt etabliert, bei dem wir die Weihnachtsgeschichte gemeinsam lesen. Auch die Feier um den Christbaum am Abend, mit feierlichem „In die Krippe Legen des
Jesu-Kindes“, mit Geschenk und anschließendem feierlichen Essen zu viert ist sehr einfach. Was also, bitte, soll sich heuer daran ändern? Corona hin oder her…. Vielleicht ist es heuer das erste Mal möglich mit meinem Sohn gemeinsam ein Weihnachtslied auf der Flöte zu spielen – das würde mich freuen! (Im gemeinsamen Haushalt werden ja Gott sei Dank die Aerosole noch nicht überprüft.) Der Besuch der Familienmesse am späten Nachmittag – das ist wohl der einzige Punkt des „Festaktes“, der realistischer Weise, weil öffentlich begangen, nicht wie gewohnt stattfinden wird können. Hier braucht es wohl die
Suche nach Alternativen. Vielleicht doch die Hauskirche noch stärker als bisher aktivieren? Ein Internetgottesdienst? Den wird es wohl sicher geben. Allerdings, ganz ehrlich gestanden, ist es nicht so fein mit Kindern vor dem Bildschirm Messe zu feiern – trotz aller Bemühungen – da wird Entscheidendes fehlen. Fehlen wird mir am Christtag auch mein Bruder, der sich schon seit Jahren arbeits- und beziehungsbedingt immer irgendwo außerhalb Österreichs aufhält. Auch in anderen Jahren haben wir schon ohne ihn feiern müssen, aber diesmal ist sein Fernblieben keine Frage der Freiwilligkeit! Das macht ein wenig Schmerz im Schwesterherz. Am Christtag und am Stephanitag war es bislang üblich für uns, den Tag mit den Eltern und Geschwistern zu verbringen. Ob das heuer so möglich sein wird? Ich weiß es nicht. Das würde vor allem
den Kindern und den Großeltern sehr abgehen. Vielleicht wird es ja heuer auch so etwas wie Weihnachtsspaziergänge statt endlosem in der Küche stehen geben? Vielleicht ist dann das größte Geschenk, sich von Angesicht zu Angesicht anlächeln und zuwinken zu können – und nicht der Geschenkeberg der Großeltern, Onkel und Tanten, den ich ohnedies schon seit Jahren vergeblich versuche zu verhindern. Die Gedanken gehen weiter, Ideen werden sprießen, Neues wird entstehen …“

Mag.a Michaela Höfler-Bauer, Leiterin der Seelsorge, Krankenhaus der Elisabethinen Graz


„DIE VORWEIHNACHTSZEIT ist in der Regel sehr stressig, weil „alles“ noch bis zum Ende des Jahres erledigt werden muss. Es häufen sich Termine, Zusammenkünfte und Weihnachtsfeiern. Weihnachten selbst ist für mich ein Fest der Liebe, Ruhe und Besinnung. Ein Fest, an dem die gesamte Familie zusammenkommt und Zeit miteinander verbringt. Ein Fest der Wärme, Geborgenheit und Dankbarkeit. Heuer wird sich aufgrund der COVID Pandemie einiges ändern. Große Feiern wird es nicht geben. Das Weihnachtsfest wird heuer nur im engsten Kreis meiner Liebsten stattfinden. Somit besteht heuer eine gute Chance für Besinnung, Ruhe und auch Gelegenheit, ausreichend Zeit miteinander zu verbringen. Darauf freue ich mich!“

Prim. Doz. Dr. Joakim Huber, Stv. Ärztlicher Direktor Franziskus Spital Wien
 


„WIR WERDEN WEIHNACHTEN wohl in diesem Jahr anders feiern als bisher – durch die Coronakrise wird alles anders sein – im kleinen Rahmen und wahrscheinlich ohne Großeltern. Diese werden nur mein Mann und ich besuchen – ohne Kinder. Auf ein Treffen mit meinen Geschwistern werden wir ganz verzichten, um die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 zu verhindern. Zum ersten Mal werden wir in diesem Jahr auch
auf den Besuch von Weihnachtsmessen verzichten. Dafür wird in der Familie wie jedes Jahr gesungen und am Heilig Abend musiziert. Es wird ein besinnliches Fest im engsten Familienkreis sein!“

Mag.a Sigrid Müller, MsC., Pflegedienstleitung St. Elisabeth Pflege GmbH