Medikamente - ein Streitthema?

Medikamente - ein Streitthema

46 Teilnehmerinnen diskutierten beim Dritten Elisabethinischen Schmerzsymposium über die Frage

V.l.: Prof. Dr. Eckhard Beubler, DGKP Martina Marcher, Prim.a Dr.in Elisabeth Roth, Prim. Dr. Nenad Mitrovic, OA Dr. Michael Kern, Dr. Istvan-Szilard Szilagyi, Dir. Dr. Gerald Geyer, Mag. Peter Rosegger.

 

„DAS THEMA WURDE bereits vor dem Lockdown in Österreich ausgewählt und erscheint im Licht der momentanen Fragen rund um Generierung und Verteilung eines Corona-Impfstoffes geradezu prophetisch bezogen auf Fragen zur Solidarität in unserer globalen Gesellschaft sowie zur bedrängend aktuellen Diskussion über die unveräußerliche Würde jedes einzelnen Menschen zu sein“, so Mutter Bonaventura Holzmann,
Generaloberin des Konvents und Geschäftsführerin des Krankenhauses der Elisabethinen Graz, in ihrer Grußbotschaft am 15. Oktober 2020. „Eine qualitätsvolle Behandlung in Medizin, Pflege und Therapie beinhaltet daher für uns auch die Einsicht, dass jeder Mensch einzigartig ist und über eine unverwechselbare Lebens- und Krankengeschichte verfügt.“

Dr. Gerald Geyer, MBA, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus der Elisabethinen, unterstrich dementsprechend die zukunftsweisende Bedeutung der Schmerztherapie bei den Elisabethinen im Rahmen der Spitalskooperation „Ordenskrankenhaus Graz-Mitte“ mit den Barmherzigen Brüdern. Dr.in Elisabeth Roth, Primaria der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie, eröffnete daran anknüpfend in ihrer Begrüßung den 46 Teilnehmerinnen im Festsaal das vielfältige Panorama der Schmerztherapie bei den Elisabethinen. Die darauffolgenden Vorträge fokussierten sich auf aktuelle Perspektiven und Herausforderungen im Umgang mit Medikamenten in der Schmerztherapie, sowie auf damit verbundene multiprofessionelle Aspekte in Medizin, Pflege und Therapie.

Die Tagung fand zum dritten Mal im Kloster der Elisabethinen statt. Die Ordensschwestern kümmern sich seit 330 Jahren um Menschen am Rand der Gesellschaft. Seit mehr als 25 Jahren widmen sie sich der Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen und sind mittlerweile in der invasiven Schmerztherapie steiermarkweit Vorreiterinnen. Die Behandlung von Schmerzpatientinnen erfolgt multidisziplinär mit
den anderen Fachrichtungen im Haus, insbesondere mit Radiologie, Psychotherapie, Physiotherapie und Sozialarbeit. Zirka 5.000 Mal pro Jahr wird die Schmerzambulanz frequentiert, rund 800 Patientinnen und Patienten werden jährlich stationär und tagesklinisch versorgt.

Das dritte Elisabethinische Schmerzsymposium wurde live auf Facebook übertragen und ist zeitlich unbegrenzt aufrufbar.

P. Rosegger