Der Mensch braucht den Mitmenschen

Der Mensch braucht den Mitmenschen

Patenkalender Hospiz

„PALLIATIVPFLEGENDE werden oft als Sterbehebammen bezeichnet. Am Bett wachen, wenn das Leben, das einst mit einer Geburtshebamme begann, verlischt. Und ja, es fühlt sich oft so an als würde man jemand an die Schwelle zu einer anderen, neuen Dimension begleiten,“ so beschreibt Bereichsleiterin für Hospiz und Palliativ Désirée Amschl-Strablegg ihre Arbeit.

Denn die Bewohnerinnen und Bewohner der Hospize der Elisabethinen Graz sollen nicht nur technisch-medizinisch professionell betreut werden – so wesentlich das natürlich ist. Es geht auch darum, diesen Menschen Aufmerksamkeit, Gespräche und Zuwendung zu schenken – sowie das gute Gefühl, nicht alleine zu sein in den letzten Stunden ihres Lebens. Das gibt ihnen die Möglichkeit, den letzten irdischen Weg in Würde zu gehen.

Schon Kardinal Franz König betonte die Wichtigkeit von Mitmenschlichkeit: „Der Mensch solle an der Hand seiner Mitmenschen sterben und nicht durch diese Hand.“ Das Sterben dürfe sowieso niemals zur Routine werden, so Désirée Amschl-Strablegg. „Es ist jeder Mensch einzigartig – wie im Leben, so auch im Sterben. Es lässt sich erahnen, dass diese Momente, ähnlich einer Geburt, sehr intim und auch intensiv sind.“

Patin oder Pate werden

Mit der Palliativbetreuung, die es am Grazer Krankenhaus seit 1998 gibt, mit dem stationären Hospiz St. Elisabeth (seit 2018) und mit dem VinziDorf-Hospiz für Obdachlose (seit 2017) setzen die Elisabethinen Graz ein besonderes Zeichen für Mitmenschlichkeit und Professionalität im Umgang mit Menschen in prekären Lebenssituationen.

Die täglichen Kosten für diese Arbeit werden zu einem Teil vom Gesundheitsfonds Steiermark gedeckt. Einen weiteren Teil trägt der Bewohner bzw. die Bewohnerin, dieser richtet sich nach der Einkommenssituation und Pflegegeldhöhe. Für den Rest der Kosten sind die Elisabethinen Graz auf Spenden angewiesen. Anders ist das im VinziDorf-Hospiz für obdachlose Menschen. Jene Bewohnerinnen
sind meist ganz ohne Einkommen und auch nicht versichert. Der Betrieb des VinziDorf-Hospizes ist daher nahezu vollständig aus Spenden finanziert.

Damit Menschen ein gutes letztes Zuhause haben, nehmen die Elisabethinen sie ungeachtet der finanziellen Möglichkeiten auf. Sie können dieses Herzensanliegen nun unterstützen, indem Sie Patin oder Pate der Hospize werden. Im sogenannten Patenkalender unter https://paten.elisabethinen.at können Interessierte einen Tag auswählen – zum Beispiel einen Geburtstag oder einen anderen besonderen Anlass – um für diesen Tag mit 99 Euro die Patenschaft für ein Hospizbett zu übernehmen, natürlich können auch mehrere Tage und Betten ausgewählt werden. Mit dieser Patenschaft kann Familien geholfen werden, für die die tägliche Eigenleistung für ihre Angehörigen sonst nicht leistbar wäre. Man kann zusätzlich auch einen beliebigen kleineren Betrag spenden, alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Damit können die Elisabethinen
ihren Bewohnerinnen kleine Freuden erfüllen, wie beispielsweise ein Eis im Sommer, ein Gläschen Prosecco oder vielleicht auch eine Fußpflege. Die Patenschaft verlängert sich jeweils für das kommende Jahr, ein Widerruf ist natürlich jederzeit möglich.

 

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PATENKALENDER – BITTE
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Der Mensch braucht den Mitmenschen – das hat schon die Heilige Elisabeth von Thüringen gemeint, wenn sie uns auch heute noch zuruft, „schau hin und handle!“.

T. Hänsel