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Gedenktag der Heiligen Elisabeth am 19. November

Gedenktag der Heiligen Elisabeth am 19. November

Die Patronin der Nächstenliebe

Am 19. November feiern wir den Namenstag der Elisabeth von Thüringen. Viele Menschen kennen die Legenden über die fürsorgliche Elisabeth als Sinnbild tätiger Nächstenliebe. Als Namensgeberin des Ordens der Elisabethinen wird dieser Tag, heuer soweit es die Pandemie zulässt, besonders gefeiert.

Elisabethfest in Linz

DER NAMENSTAG unserer Schutzpatronin hat bei den Elisabethinen in Linz eine lange und schöne Tradition des gemeinsamen Feierns. Aufgrund der Pandemie musste diese liebgewonnene Tradition heuer bereits zum zweiten Mal unterbrochen werden. Doch obwohl der Gottesdienst nicht gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen gefeiert werden konnte und auch das gemeinsame Mahl ausfallen musste, war der 19. November auch dieses Jahr ein Tag, den die geistlichen Schwestern zu einem besonderen machten.

So waren sie bereits früh im Haus unterwegs und brachten den Mitarbeiter*innen auf allen Stationen und Abteilungen Körbe mit süßen Elisabethtalern und kleinen Kärtchen mit einem Segenswunsch zum Namenstagsfest. „Wir müssen das, was wir haben, froh und gerne geben“ war darauf zu lesen, ein Spruch der Hl. Elisabeth, den die Schwestern aus tiefstem Herzen jeden Tag leben. Auch die Patient*innen fanden auf ihren Essenstabletts solche Taler und Kärtchen.

Das Seelsorgeteam unter der Leitung von Sr. Rita Kitzmüller gestaltete darüber hinaus in dieser so schwierigen Situation einen spirituellen, für alle zugänglichen Kraftort vor der Elisabeth-Kapelle. Dort stellten sie eine Box auf und luden alle Mitarbeitenden ein, ihre Anliegen auf Rosenkärtchen zu schreiben und diese der Hl. Elisabeth quasi in den Korb zu legen, oder sie den Schwestern bei ihrem Besuch auf den Stationen und Instituten einfach mitzugeben. Freude und Dank, Sorgen und Bitten, alles, was die Mitarbeiter*innen auf die Kärtchen geschrieben hatten, wurde dann symbolisch und anonym beim Festgottesdienst von Sr. Mathilde in einem Korb vor Gott gebracht.

Diesen Festgottesdienst feierten die Schwestern am Nachmittag in der Klosterkirche stellvertretend für alle, die sonst gerne gekommen wären, gemeinsam mit Abt Nikolaus Thiel aus Schlierbach und den Konzelebranten Mag. Ewald Kiener, P. Werner Hebeisen, P. Bernhard Bednorz und Diakon Christian Auburger. In seiner Festpredigt stellte Abt Nikolaus fest, dass Heilige nicht nur als Statuen die Altarräume füllen, sondern es in dieser Welt noch genügend Platz für Heilige gäbe. Gerade in diesen herausfordernden Tagen würden wir vielen solchen Heiligen des Alltags täglich in unseren Krankenhäusern begegnen. Ihnen unseren tiefempfundenen Dank zum Ausdruck zu bringen, sei ein Gebot der Stunde. Die Hl. Elisabeth sei uns vor Augen gestellt als Herausforderung, Zumutung und vielleicht auch manchmal als Überforderung. Aber auch uns sei viel in Hand, Hirn und Kopf gegeben, es ihr täglich nachzutun als Heilige des Alltags.

A. Retschitzegger

Elisabethfest in Wien

„FRÜHER HABEN WIR das Elisabethfest eine ganze Woche lang gefeiert, heute können wir am Festtag nur zwei Frühmessen feiern“, bedauert Sr. Paula, denn pandemiebedingt mussten die Feierlichkeiten stark reduziert werden. Dennoch lässt es sich Sr. Paula nicht nehmen schon zeitig am Morgen allen Mitarbeiter*innen ein Elisabeth-Weckerl persönlich zu überreichen und ihnen so ihre persönliche Wertschätzung zu übermitteln.

Auch der traditionelle Punschstand des Franziskus Spitals vor dem Spitalseingang muss seit zwei Jahren ausgesetzt werden. Geblieben ist die Einladung zum Mittagessen, das alle Mitarbeiter*innen an diesem Tag kostenlos konsumieren können und die Möglichkeit, die wohl kostbarste Reliquie des Konvents im Rahmen der Frühmessen zu bewundern.

Das Haupt der Hl. Elisabeth befindet sich seit über 200 Jahren im Besitz der Wiener Elisabethinen und musste dorthin einen weiten Weg nehmen. Als Elisabeth von Thüringen im Jahr 1231 verstirbt, wurden ihre Reliquien sehr rasch der Verehrung durch die Gläubigen in Marburg zugänglich gemacht. Über 300 Jahre lang wurden immer wieder Reliquien entnommen und verschenkt, bis Karl V. schließlich das Haupt der Hl. Elisabeth dem Deutschen Orden, zu dessen 2. Patronin Elisabeth ernannt wurde, übergab. Von dort gelangte die Reliquie in das Königin-Kloster der Klarissinnen in Wien. Joseph II., bekannt für seine einschneidenden Reformen, schloss das Kloster der Klarissinnen jedoch im Jahr 1782 und schenkte das Haupt der Hl. Elisabeth den Wiener Liserln, die es dankbar annahmen und seither sorgfältig behüten. Die Reliquie wurde mehrfach untersucht und ihre Echtheit bestätigt.

Jährlich zum Elisabethfest kann diese Reliquie, die sich mit einer silbernen Krone geschmückt in einem gläsernen Schrein befindet, von allen Gläubigen in der Kirche der Wiener Elisabethinen verehrt, bewundert oder auch betrachtet werden. Eine spirituelle Reise in die Vergangenheit, die das Leben und Wirken der Hl. Elisabeth von Thüringen spürbar macht und zumindest in Gedanken eine feierliche Stimmung ermöglicht.

M. Vogl

Festtag der heiligen Elisabeth in Graz

Stellvertretendes Gebet der Ordensschwester​​​​​​​n und Initiative des Teams Elisabeth am 19. November 2021.

PANDEMIEBEDINGT konnte in Graz auch in diesem Jahr das traditionelle Elisabethfest zum 19. November nicht in gewohnter Form gefeiert werden. Normalerweise wird es mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche verbunden mit der Ehrung langjähriger Mitarbeiter*innen begangen.

In diesem Jahr feierte die Konventgemeinschaft stellvertretend für alle Mitarbeiter*innen einen Gottesdienst im Kloster der Elisabethinen. Die Ordensschwestern nahmen dabei alle ihre Mitarbeiter*innen und deren Familien sowie ihre „Hoffnungen, Sorgen und Ängste mit in unser Gebet“, wie Generaloberin Mutter Bonaventura Holzmann in ihrer Botschaft zum Gedenktag der heiligen Elisabeth festhielt. „Vor der Statue der heiligen Elisabeth brennt den ganzen Tag über eine Kerze. Diese Kerze leuchtet für Sie alle sowie für alle unsere Patient*innen und wir Schwestern beten dafür, dass ihre Wärme allen Hoffnung und Trost gibt.“

Das Ordenshochfest der heiligen Elisabeth nahmen die Mitglieder des Teams Elisabeth auch heuer wieder zum Anlass, den Mitarbeiter*innen an den elisabethinischen Standorten in Graz eine kleine Stärkung für Leib und Seele zu übermitteln. Der fair gehandelte Schokoladegruß war ummantelt mit dem Bildnis der heiligen Elisabeth, das Frau Le Mai für das diesjährige Fest gestaltet hat, und mit der Erzählung über das prägende Rosenwunder im Leben der Landgräfin von Thüringen.

Ähnliche Initiativen gibt es auch zum Welttag der Kranken im Februar und zu weiteren besonderen Anlässen. Damit wollen die Elisabethinen auch unter den aktuellen notwendigen Rahmenbedingungen Wertschätzung und Dank an die vielen engagierten Mitarbeiter*innen ausdrücken, sowie zugleich den Humus einer prägenden elisabethinischen Feierkultur stärken.

P. Rosegger


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