5 Jahre Medikcal

Eine Bilanz, die krankhaft übergewichtigen Menschen Hoffnung gibt

 

Pünktlich zum Jubiläum wird in Bad Ischl die 3. Zweigstelle des Adipositaszentrums eröffnet und damit eine flächendeckende Betreuung adipöser Menschen in Oberösterreich sicher gestellt.

 

ADIPOSITAS ZÄHLT noch immer zu den großen gesundheit lichen Herausforderungen unserer Zeit und mit den daraus resultierenden Folgeerkrankungen zu einer enormen finanziellen Belastung des Gesundheitssystems. Ein medizinisch geleitetes, interdisziplinäres Programm mit Schwerpunkt auf Lebensstiländerung der Betroffen hat sich als hocheffizientes Konzept herausgestellt. Speziell die Langzeitwirkung der Gewichtsabnahme ist ein erfreulicher Aspekt in der 5-Jahres-Bilanz des Medikcal-Programms. Um möglichst vielen Oberösterreicherinnen die Teilnahme am Medikcal-Programm zu ermöglichen, wurden seit der Gründung des Medikcal-Zentrums in Linz im Jahr 2012 Zweigstellen in Bad Leonfelden und St. Georgen im Attergau eröffnet. Durch die Kooperation mit der Merkur Lifestyle in der Villa Seilern in Bad Ischl steht nun auch den Bewohnerinnen der Region „Salzkammergut“ das erfolgreiche Adipositas Programm zur Verfügung.

 

Adipositastherapie – Starthilfe für ein neues Lebensgefühl

Seit fünf Jahren werden in Medikcal, dem Zentrum für ambulante Adipositastherapie, Menschen, die an krankhaftem Übergewicht leiden, dabei unterstützt, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Das Therapieprogramm verfolgt dabei zwei Strategien. Zum einen, das Gewicht auf ein der Gesundheit verträgliches Maß zu reduzieren und dann dieses neue Körpergefühl nachhaltig zu sichern. Was theoretisch so einfach klingt, ist für die Betroffenen aber ein massiver Einschnitt in das bisherige Leben und für viele eine große persönliche Herausforderung.

 

Therapieprogramme, wie das von Medikcal, erleben die besondere Herausforderung vor allem in der angestrebten nachhaltigen Wirkung für die Betroffenen. Wir sind gerne bereit, einen sehr hohen Aufwand zu betreiben, um Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben in neue Bahnen zu lenken. Das sehen wir als unsere Aufgabe. Das Ziel sollte es aber schon sein, dass dieser Einsatz eine Wirkung über das Ende der therapeutischen Betreuung hinaus zeigt. Und das kann das Medikcal-Programm sehr gut.

 

Ähnlich wird das auch von der OÖGKK gesehen, die sich von Beginn des Programmes an als kongenialer Partner im Kampf gegen das krankhafte Übergewicht erwiesen hat: „Menschen mit krankheitswertigem Übergewicht verlieren durch die damit verbundenen Folgeschäden gesunde Lebensjahre. Für die OÖGKK hat der Kampf gegen das Übergewicht hohe Priorität. Mit Medikcal gibt es ein medizinisch intensiv begleitetes Programm, das nachhaltige Erfolge bewiesen hat. Daher fördern wir dieses Angebot für betroffene Versicherte und begrüßen mit Bad Ischl den nunmehr vierten Standort in Oberösterreich“, so OÖGKK-Direktorin Mag.a Dr.in Andrea Wesenauer.

 

Nachhaltige Wirkung durch Evaluierung eindrucksvoll belegt

Das Medikcal-Programm ist ein interdisziplinäres Programm, bei dem Ärztinnen, Physiotherapeutinnen, Diätologinnen und Psychologinnen die Klientinnen ein Jahr lang begleiten und mittels Lebensstilmodifizierung aus der gefährlichen Übergewichtszone herausführen.

 

Ein Jahr nach der Beendigung der Betreuung werden die Patientinnen wieder ins Zentrum eingeladen, um mittels einer umfassenden Follow-up Untersuchung zu überprüfen, wie es den Teilnehmerinnen in diesem Jahr ergangen ist. Von den 118 Personen, die das Jahresprogramm bis 2016 abgeschlossen hatten und 2017 zur Nachkontrolle eingeladen wurden, sind 74 dieser Einladung gefolgt.

 

„Dies entspricht einer Rücklaufquote von bemerkenswerten 62,7 %. Auch damit liegen wir weit vor allen vergleichbaren Programmen“, freut sich Martina Müller, die für die Gesamtorganisation von Medikcal verantwortlich zeichnet.

 

Leistbar durch OÖGKK-Zuschuss

„Durch die einkommensabhängige Unterstützung zum Start des Programmes ist Medikcal für alle leistbar. Mit erfolgsabhängigen Zuschüssen stärken wir die Motivation der Teilnehmerinnen zum Durchhalten und Weitermachen“, erklärt die OÖGKK-Direktorin Mag.a Dr.in Wesenauer die Finanzierung.

 

G. KOLB