Das Gesundheitsbild von und mit Harry Merl

Das Gesundheitsbild von und mit Harry Merl

Eine Koryphäe der Psychotherapie erzählt von seiner kreativen Methode, mit der schon viele ihren Weg zu Gesundheit gefunden haben.

Andrea Haneder und Gabriela Hochrathner (nicht im Bild) im Gespräch mit Univ.-Doz. Dr. Harry Merl, Systemischer Therapeut und Supervisor, Gruppentherapeut und Psychoanalytiker, ehem. Leiter des Instituts
für Psychotherapie der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, emer. Arzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Psychiatrie und Neurologie.

In der Arbeit mit dem Gesundheitsbild wird mit Visualisierungen gearbeitet. Heißt das, ein Bild reicht, um gesund zu sein und zu bleiben?

DOZ. MERL: Gesundheit ist etwas, das immer da ist. Das Bestreben, diese Gesundheit (wieder) zu gewinnen, wohnt uns als Menschen inne. Wir spüren, dass wir nach vorne wollen. Wir wollen, dass sich etwas im Leben verbessert, zum Guten wendet. Wenn es uns nicht gut geht, ist dieser natürliche Zugang durch irgendetwas blockiert. Das Gesundheitsbild bietet Möglichkeiten an, (wieder) ein gesundes Bild von uns
selbst zu bekommen. Wenn wir es einmal nicht selbst können, hilft uns eine gute Begleitung, mit der eigenen Intuition in Kontakt zu kommen und zu uns selbst zu finden. Wir werden feststellen, wie präzise unsere Seele mitarbeitet und wie klar die Antworten kommen. Intuitiv sind wir mit Lösungen in Verbindung und können so auch konkrete Schritte im Leben machen, um eine Situation zu verbessern.

In Ihrer Methode gehen Sie davon aus, dass jeder Mensch Ressourcen hat, um bestimmte Situationen zu bewältigen. Wie kann ich mir das konkret vorstellen? 

DOZ. MERL: Im Laufe des Arbeitens mit dem Gesundheitsbild wird unsere Wahrnehmung von uns selbst und der Welt aufgefächert. Bestimmte Fragen und einfache Hilfsmittel unterstützen dabei. (Anm.d.Red.: bunte Karten werden am Boden aufgelegt, umgelegt, hinzugefügt, weggenommen, u.a.m.) Es handelt sich immer um eine Momentaufnahme, macht Ressourcen sichtbar, wie auch Hindernisse und Verborgenes, bringt Dinge auf den Punkt. Wir spüren während des Vorganges intuitiv, wie gut wir uns selbst führen können. Meistens wandelt sich etwas Schweres in eine Ressource, in einen Weg. Das Bild bleibt in Bewegung. So wie wir als Mensch auch.

Können bei der Arbeit mit dieser Methode auch herausfordernde und schmerzhafte Themen auftreten? Falls ja, wie ist der Umgang damit?

DOZ. MERL: Bei dieser Arbeit werden Hindernisse und das sogenannte „Verborgene“ unweigerlich sichtbar. Wenn es gesehen wird, kann es auch leichter gehen und neue Wege entstehen. Es ist wie ein Schmelzen, weil es umrahmt ist von gesunden Ressourcen, die auch gleichzeitig in einem Bild gesehen werden. Das Gesunde bekommt wieder Raum, persönliche und berufliche Ziele können in Gesundheit erreicht werden.

Sie haben in den letzten Jahrzehnten viele Menschen mit dem Gesundheitsbild begleitet. Was ist, Ihrer langjährigen Erfahrung nach, das Wichtigste in der Arbeit mit dieser Methode?

DOZ. MERL: Das Wichtigste ist, dass Menschen vertrauen können. Dass für einen sicheren Rahmen gesorgt ist und ein achtsamer Umgang stattfindet. Dass sie spüren, die Liebe macht es möglich und nicht einfach nur eine Methode, die eingesetzt wird. Sie kommen automatisch mit ihrer kreativen Kraft in Verbindung und spüren, dass das, was hier geschieht, richtig ist und in dem Sinn die beste Antwort. Sie kommt aus dem Innersten der Person selbst, die ein Anliegen hat und trägt dazu bei, dass sich Menschen (wieder) als Gestalterinnen ihres Lebens erleben.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

A. Haneder


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