Demenz erfahrbar machen

Demenz erfahrbar machen

V.l.: Erika Zechner, Klaudia Dsubanko, Sonja Kriebernegg-Kargl, Peter Hlade, Peter Rosegger, Sabine Schuster-Harg, Karin Ebner.

Demenz betrifft uns alle. Das Thema Demenz wird besonders auch das elisabethinische Jahr 2021 prägen.

„DAS ENGAGEMENT für ein gelingendes Leben im Alter ist ein zunehmender Schwerpunkt der Elisabethinen Graz, denn „elisabethinisch“ sein heißt, achtsam sein für die Nöte der Zeit. Und besonders ältere Menschen brauchen verstärkt unsere Aufmerksamkeit sowie eine professionelle medizinische Betreuung. Daher übernehmen die Elisabethinen Graz 2021 im Rahmen der Spitalskooperation mit den Barmherzigen
Brüdern „Ordenskrankenhaus Graz-Mitte“ den Versorgungsauftrag für Alterspsychiatrie im Großraum Graz sowie die Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie am Standort der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg.
Dabei wird besonders auch das Thema Demenz stark an Bedeutung gewinnen. Denn Expertinnen gehen davon aus, dass pro 1.000 Einwohnerinnen 15 Personen von einer dementiellen Erkrankung betroffen sind. Diese stetig steigende Anzahl an Erkrankten stellt das gesamte Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. „Demenz“ ist im Begriff, zu einer großen sozialen und humanitären Herausforderung für das Gemeinwesen zu werden. Die Unterstützung von Menschen mit Demenz, die Wertschätzung ihrer Ressourcen und Fähigkeiten sowie ihr Einbezogensein in das öffentliche Leben sind wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Gefragt ist partnerschaftliches Engagement sowie die Bildung von Netzwerken und Teilung der Verantwortung zwischen Staat, Kommunen, Hauptamtlichen, Freiwilligen und allen
Bürgerinnen und Bürgern. Nur so kann es gelingen, gemeinsam neue Wege zu finden, damit Menschen mit und ohne „Demenz in zugewandten und unterstützenden Gemeinwesen gut miteinander leben können“, so das „Vergissdeinnicht – Netzwerk Demenzhilfe“, einer Initiative, die sich für mehr Demenzfreundlichkeit in der Stadt Graz einsetzt und an der die Elisabethinen mitwirken, auf seiner Homepage www.vergissdeinnicht.net.

Diagnose: Demenz – und was dabei helfen kann

Die Mitarbeiterinnen der Elisabethinen Graz werden in Zukunft zumal in der Spitalskooperation „Ordenskrankenhaus Graz-Mitte“ noch mehr mit dem Thema Demenz innerhalb des Ensembles der Altersmedizin befasst sein. Es gilt neue, innovative Lösungsansätze zu finden, die aufsuchende, ambulante, stationäre und nachsorgende Dienste angemessen und multiprofessionell verbinden. „Entscheidend ist, dass man
ältere Menschen mag und ihre individuellen Bedürfnisse respektiert. Auf diese Empathie bauen dann Leistungsangebot, Architektur und Struktur auf“, so Generaloberin Mutter Bonaventura Holzmann im Interview mit dem Steiermark Magazin zum 330-jährigen Jubiläum der Elisabethinen Graz am 19. Oktober 2020.

„Vergissdeinnicht – Netzwerk Demenzhilfe“ und der „Lange Tag der Demenz“ 2020

Daher arbeiten die Elisabethinen Graz auch bei der Initiative „Vergissdeinnicht – Netzwerk Demenzhilfe" mit, das jährlich den „Langen Tag der Demenz“, rund um den Welt-Alzheimertag veranstaltet. Unter dem Leitwort „Demenz erfahrbar machen“ referierten im Festsaal des Klosters der Elisabethinen am 21. September 2020 Primarius Dr. Peter Hlade, Dr. Klaudia Dsubanko und Sabine Schuster-Harg von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg über Perspektiven für die alterspsychiatrische Versorgung in Graz und Graz-Umgebung. Mag. Sonja Kriebernegg-Kargl, Mag. Erika Zechner und Karin Ebner von den Elisabethinen gaben anschließend Impulse für eine bleibende geistige Fitness im Alter und für mehr Sensibilität für die Situation von Betroffenen.

T. Hänsel, P. Rosegger