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Behandeln wir die Zukunft: die digitale Gesundheitsrevolution

Am 25. Juni 2019 wurden die Ergebnisse der Workshopreihe von Academia Superior, Vinzenz Gruppe und Elisabethinen Linz-Wien vorgestellt und diskutiert.

Zukunft kommt nicht vom passiven Zuschauen, sondern vom aktiven Gestalten.

Dieser Grundsatz gilt besonders für unser Gesundheitswesen, das einem grundlegenden Wandel unterliegt. Die Digitalisierung eröffnet eine Vielzahl neuer Chancen und bringt gleichzeitig einige Herausforderungen. Die Bandbreite reicht von der bereits bestehenden digitalen Erfassung von Patientinnen- und Patientendaten bis zu technologieunterstützten Eingriffen und algorithmusgesteuerten Abläufen.

Die Digitalisierung findet in allen Bereichen des menschlichen Wirkens ihren Einzug und stößt damit große Veränderungen an. Für den sensiblen Bereich des Gesundheitswesens eröffnet diese Entwicklung ein Spektrum völlig neuer Möglichkeiten und birgt zugleich Risiken.

Während etwa die digitale Erfassung von Patientinnen- und Patientendaten und computergestützte Ordinationen, Krankenanstalten und Gesundheitseinrichtungen mittlerweile eingehend etabliert sind, gibt es viele Bereiche des Gesundheitswesens, in denen die Digitalisierung, Automatisierung, die Durchführung technologieunterstützter Eingriffe und algorithmusgesteuerte Abläufe zu massiven Veränderungen führen werden.

 

Was bedeutet das für die Zukunft des österreichischen Gesundheitswesens?

Im Namen der Academia Superior, der Vinzenz Gruppe und der Elisabethinen Linz-Wien wurde diese Frage in zwei Workshops im Mai 2019 mit ausgewählten Expertinnen und Experten bearbeitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops kamen aus unterschiedlichen Disziplinen. Diese Heterogenität ermöglichte einen Austausch auf hohem Niveau unter der gleichzeitigen Beachtung vielfältigster Blickwinkel.

 

Workshop 1: Technologien, Innovation, Perspektiven

Die in Kleingruppen entwickelten Thesen stellen die Antwort auf folgende Frage dar: Welche Technologien und Innovationen werden Standard im österreichischen Gesundheitssystem in zehn Jahren sein?

Masterthese

In zehn Jahren wird künstliche Intelligenz  (Artificial Intelligence, AI) zum unverzichtbaren Berater ("Chief Consultant") von Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient.

AI wirkt unterstützend in allen Diagnose- und Therapieprozessen, weil AI in Zukunft immer klüger, aber auch günstiger in Anschaffungs- und Betriebskosten wird. Dadurch wird ein Leben ohne AI weder für Ärztinnen bzw. Ärzte noch für Patientinnen bzw. Patienten vorstellbar sein.

 

Workshop 2: Umsetzung und Auswirkungen - der Wandel in der Praxis

Die in Kleingruppen entwickelten Thesen stellen die Antwort auf folgende Fragen dar: Welche Vision für Modelle der Gesundheitsversorgung gibt es? Welche Player wird es geben? Welche Rollen werden diese einnehmen? Wie werden sie interagieren?

 

Die Thesen der beiden Kleingruppen wurden in redaktioneller Bearbeitung zusammengefügt und stehen hier zum Download zur Verfügung (s.u.).

Wir haben mit unserer Veranstaltungsreihe und ihren Ergebnissen eine fundíerte erste Basis für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems in die "digitale Welt" geschaffen. Wer Herausforderungen und Potenziale des digitalen Wandels im Gesundheitsbereich rechtzeitig erkennt und richtig nützt, tut viel für ein Gesundheitssystem, das in Zukunft mehr denn je Maß am Menschen nehmen kann.