Kaleidoskop Leben - der Podcast der Elisabethinen für ein inspiriertes Leben

Archiv 2023

800 Jahre Weihnachtskrippe

Ein Gespräch mit Br. Stefan Kitzmüller über die Entstehung und Bedeutung der Krippendarstellung

Krippenfiguren sind bei uns meist aus Holz, Gips oder Ton. Maria und Josef mit dem Jesuskind in der Krippe, Ochs und Esel dahinter und davor ein paar Hirten mit ihren Schafen. Aber war das immer schon so? Br. Stefan Kitzmüller erzählt in dieser Podcast-Folge, wo die Krippendarstellung eigentlich herkommt, wie sie entstanden ist und warum das gerade für Franziskaner*innen so bedeutsam ist. 

Weihnachten steht vor der Tür. Die Meisten von uns sind mit den Vorbereitungen auf das Fest stark beschäftigt: man darf Geschenke kaufen, Kekse backen, die Wohnung aufräumen, diverse Weihnachtsfeiern besuchen, ein Weihnachtsessen mit den Arbeitskolleg*innen organisieren und vieles mehr. Auch in den eigenen vier Wänden wird es weihnachtlich. Die Eine oder der Andere stellt vielleicht daheim auch eine Krippe auf oder besucht sogar ein Krippenspiel. Doch es ist kaum bekannt, dass diese Krippendarstellungen einen franziskanischen Ursprung haben und sogar ein großes Jubiläum feiern. Die Krippendarstellung geht auf den Hl. Franz von Assisi zurück und feiert heuer 800-jähriges Jubiläum.  

Was da genau im Jahr 1223 in einer kleinen Grotte in Greccio, in der italienischen Provinz Rieti, geschah und was das für uns heute bedeutet, darüber sprechen wir mit unserem Gast in dieser Podcast-Folge. Br. Stefan Kitzmüller ist selbst Franziskaner und lebt in der Ordenstradition des Hl. Franziskus. 

 


Reale Bildung ... in der Nachbarschaft

Sylvia Bäck im Gespräch über Nachbarschaft und die Herausforderungen eines Realgymnasiums.

Vis-à-vis dem Haupteingang des Ordensklinikums Linz Elisabethinen steht ein Gebäude mit einer über 100-jährigen Geschichte, in dem aber nach wie vor viel Zukunft steckt: die Fadingerschule. Mag.a Sylvia Bäck ist hier seit acht Jahren Direktorin. Mit ihr unterhalten sich Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger über die Nachbarschaft zu den Elisabethinen, über die vielen Möglichkeiten einer Schule mitten in der Stadt und die großen Herausforderungen für Schüler*innen und Lehrer*innen im Jahr 2023.

Unser Podcast ist in dieser Folge wieder auf dem Weg in die Nachbarschaft der Elisabethinen in Linz. Die Beziehungen zu Nachbarn können ja sehr unterschiedlich sein. Von einer guten Freundschaft bis hin zu anonymer Distanz ist alles möglich. Wir wollen unsere Nachbarschaft, also die Häuser und Institutionen rund um Kloster und Krankenhaus, insbesondere aber die Menschen darin genauer kennenlernen. 

Heute sind wir in dem Gebäude, welches sich genau vis-à-vis dem Krankenhaus befindet. Es ist die Fadingerschule - oder, wie es offiziell heißt, das Bundesrealgymnasium Linz Fadingerstraße. Die Schule hat eine lange Geschichte und bis in die 40-er-Jahre des letzten Jahrhunderts war es eine reine Knabenschule. Heute gehen hier rund 510 Schülerinnen und Schüler zur Schule, was zu einem vielfältigen Treiben hinter den altehrwürdigen Mauern führt. Genau darüber unterhalten sich Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger in dieser Folge mit der Direktorin der Fadingerschule, Mag.a Sylvia Bäck. 

 


... es weihnachtet schon

Ein Podcast-Gespräch von Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger rund um die Vorweihnachtszeit.

In den Supermarkt-Regalen tummeln sich die Schoko-Nikoläuse zwischen Lebkuchen und Weihnachtsdekoration, die Straßen der Innenstädte durchzieht ein Duft nach heißen Maroni und gebrannten Mandeln, diverse Christkindlmärkte laden zum Einkaufen kleiner Geschenke und zum Konsum von Punsch und Bratwürsteln ein und auch die Weihnachtsbeleuchtungen zieren schon viele Sraßenzüge. Es ist kaum zu übersehen: Weihnachten steht schon fast vor der Tür.

Die festliche Jahreszeit ist mancherorts schon in vollem Gange, und in dieser Podcast-Folge von Kaleidoskop Leben lassen uns Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger an ihren ganz persönlichen Weihnachtstraditionen und -erlebnissen teilhaben. Die Vorfreude auf das Fest spiegelt sich nicht nur in den Supermarktregalen wider, sondern auch in den Geschichten und Anekdoten, die sie miteinander teilen. 

Sr. Helena und Michael gewähren uns Einblicke in ihre ganz eigenen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest. Vom Schmücken des Christbaums bis zum Backen von traditionellen Weihnachtskeksen - ihre Erzählungen entführen uns in die heimelige Atmosphäre, die diese Zeit des Jahres prägt. Doch nicht nur das: Die beiden diskutieren auch über die vielfältigen Traditionen und Bräuche, die sie schätzen und pflegen.

Auch länderübergreifende Besonderheiten kommen zur Sprache. Die Schweiz und Österreich mögen geografisch nah beieinander liegen, kulturelle Unterschiede gibt es dennoch. Ist das auch in Bezug auf Weihnachten so? Sr. Helena und Michael bringen Licht ins Dunkel und offenbaren beispielsweise, wie der Nikolaus und sein gefürchteter Begleiter in der Schweiz genannt werden. 

 


Gesundes Training ... in der Nachbarschaft

Ein Podcast-Gespräch mit Isabella Seybold und Alexander Herzog über Gesundheit, Bewegung und Erholung.

In dieser Folge von Kaleidoskop Leben haben wir Nachbarn der Elisabethinen in Linz ins Studio eingeladen. Isabella Seybold und Alexander Herzog unterstützen Menschen dabei, sich gesund zu bewegen und sich körperlich fit zu halten. Sie sind Fitnesstrainer*innen im health und arbeiten hier nicht nur in einem Betrieb der Elisabethinen sondern auch in unmittelbarer Nähe zu Kloster, Krankenhaus und einigen anderen Betrieben der Elisabethinen in Linz. 

Jeder von uns hat sie. Einige kennen wir kaum, andere sind fast so etwas wie beste Freund*innen. Manche schätzen die Anonymität, andere suchen bewusst Kontakt. Für manche können sie lästige Beobachter*innen sein, für andere nützliche Helfer*innen, der oder die einem mal ein Werkzeug leihen oder im Urlaub den Briefkasten leeren. Die Rede ist von unseren Nachbar*innen. 

In unserer neuen Podcast-Serie wollen wir uns unseren Nachbar*innen zuwenden, also konkret den Nachbar*innen von uns Elisabethinen hier in Linz. Wer arbeitet und wohnt da im Umfeld des Klosters, des Krankenhauses und anderer Betriebe der Elisabethinen?

Den Start dieser Serie macht eine Einrichtung, die, wie ich finde, in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird. Die einen finden, dort kann man sein Geld sinnvoll in Gesundheit und Aussehen investieren, die anderen schätzen es als völlig stumpfsinnig und überflüssig ein. Die Rede ist vom health, einem Fitnesscenter, welches zu den Firmen der Elisabethinen gehört und natürlich nicht die klassische Muckibude ist.

Warum ein Training im health alles andere als stumpfsinnig ist, das verraten uns unsere Gäste Isabella Seybold und Alexander Herzog!

 


Auf dem Weg zum Öko-Kloster

Frater Andreas Schmidt im Gespräch über Schöpfungsverantwortung im Wirtschaften und in der Spiritualität.

Ora et labora - bete und arbeite - diese Formel für das Leben von Benediktinerinnen und Benediktinern ist wohl vielen bekannt. Die Ordensgemeinschaft der Benediktiner im Kloster Plankstetten legt diese Formel seit mehr als 30 Jahren auch auf ihre Verantwortung für die Schöpfung um: Die Mönche widmen sich dem Umweltschutz im Gebet und in ihren Betrieben, die sie in dieser Zeit Schritt für Schritt zu einem hohen ökologischen Standard geführt haben.

Wenn man sich aktuelle Auftritte von Unternehmen auf deren Websites, in Broschüren oder in den Sozialen Medien anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass eh alle super nachhaltig und umweltfreundlich sind. Vom Bio-Bauern bis zum Transportunternehmen, von der Boutique um die Ecke bis zum Baukonzern - fast alle geben sich zumindest ein grünes Mascherl. Da kann man sich schon manchmal die Frage stellen, ob das wirklich alles so stimmt. 

Wirklich nachhaltig wird man vermutlich nicht so einfach von heute auf morgen - weder als Privatperson noch als Unternehmen oder Organisation. Da braucht es zuallererst eine odentliche Portion Überzeugung dafür und dann oft viele kleine Schritte. So zumindest ist unser heutiger Gast das angegangen, gemeinsam mit seinen Mitbrüdern im Benediktinerkloster Plankstetten in Bayern und das vor mittlerweile über 30 Jahren.

In dieser Podcast-Folge erzählt  Frater Andreas Schmidt vom langen und manchmal auch sehr schwierigen Weg seiner Ordensgemeinschaft zu einem durch und durch nachhaltigen oder schöpfungsverantwortlichen Betrieb.

 


Gärtnerseele

Ein Gespräch mit Hans Zauner über das Gärtnern, das Schreiben und was dazwischen liegt.

Ein literarischer Gärtner ist diesmal im Kaleidoskop Leben zu Gast: Hans Zauner. Schon als Kind entdeckte er die Liebe zur Gärtnerei und bis heute übt er diesen Beruf mit Leidenschaft aus. Das Gärtnern ist aber auch eine seiner Inspirationsquellen. Davon erzählt er in seinem Buch "Gärtnerseele" - und auch in unserem Podcast.

Der Garten. Wenn wir vom Garten sprechen, hat wohl jede*r von uns ein Bild im Kopf. Für die einen ist es vielleicht das kleine eigene Stückchen Grün vor dem Reihenhaus oder in der Schrebergartensiedlung, für andere der Gemüsegarten, aus dem in der warmen Jahreszeit Salat, Gurken, Radieschen und Tomaten geerntet werden können, und wieder andere denken vielleicht an die symmetrischen Formen und Farbenspiele barocker Gärten, beispielsweise bei französischen Schlössern. Der Inbegriff des Gartens ist für viele aber sicher der Garten Eden aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel.

„Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen oder Tiere vom Menschen in Kultur genommen und somit gepflegt werden", kann man auf Wikipedia lesen. Und dort sind auch viele verschiedene Nutzungsarten von Gärten aufgelistet: Der Nutzgarten, in dem man vor allem ernten kann, aber auch Gärten mit künstlerischem, spirituellem oder therapeutischem Zweck. 

Gärten sind also unglaublich vielfältig und für viele Menschen ein Platz für Ausgleich, Erholung und Inspiration. Deshalb haben wir in dieser Podcast-Folge einen Menschen eingeladen, der sich seit vielen Jahren leidenschaftlich mit Gärten auseinandersetzt, sie gestaltet, pflegt und mittlerweile auch ein Buch darüber geschrieben hat: Hans Zauner. 

 


Medizin unter dem Kopftuch

Ein Gespräch mit Dr.in Emine Kaynak über Medizin, Religion und Klischees.

Würden Sie in einem Ordensspital eine muslimische Ärztin erwarten? - Warum eigentlich nicht?! Dr.in Emine Kaynak ist Fachärztin für Hämato-Onkologie und arbeitet im Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Nicht selten wird sie aber nicht als Ärztin wahrgenommen, zumindest beim ersten Kontakt mit Patient*innen und Angehörigen. Ob das am Kopftuch liegt, das sie als praktizierende Muslima gerne trägt?

Wir Menschen neigen dazu, in Kategorien zu denken und Dinge in unserem Kopf einzuordnen. Auch andere Menschen, denen wir vielleicht zum ersten Mal begegnen, stecken wir so oft viel zu schnell in eine Schublade - meist aufgrund von Äußerlichkeiten. Man könnte sogar sagen, wir reduzieren andere Menschen manchmal nur auf Äußerliches und urteilen über eine Person aufgrund ihrer Kleidung, ihres Aussehens oder ihres Auftretens.

Unserem heutigen Gast ist das sicher auch schon passiert. Sie ist Ärztin im Ordensklinikum Linz Elisabethinen und man könnte annehmen, dass man Sie wegen des weißen Arztkittels in eine gewisse Schublade steckt. Aber sie trägt auch ein meist pastellfarbenes Kopftuch und das scheint für viele noch auffälliger zu sein als der Arztkittel. Eine Frau mit Kopftuch, das sollte in einem Krankenhaus, in dem auch Ordensschwestern mit Schleier arbeiten nichts Besonderes sein. Oder doch?

Frau Dr.in Kaynak ist praktizierende Muslima. Warum sie sich für die Stelle in einem christlichen Haus entscheiden hat, was sie in Verbindung mit ihrem Glauben, den kulturellen Unterschieden und Herausforderungen alles schon erlebt hat, darüber sprechen wir mit ihr in dieser Folge von Kaleidoskop Leben. 

 


In die Berg bin i gern

Barbara und Franz Wetscher im Gespräch über die Faszination der Berge und ihr Ehrenamt bei der Bergrettung

Man muss schon viel Liebe zu den Bergen und zum Sport mitbringen, um Bergretter*in werden zu können. Das hört man schnell heraus. Es gehört aber auch viel Liebe zu den Menschen dazu, wenn man seine Freizeit der Rettung von in Not geratenen Wandersleuten und Skifahrer*innen widmet. Was Barbara und Franz Wetscher sonst noch bewegt und was sie als Bergretter*innen schon erlebt haben, das erzählen sie in diesem Gespräch. 

Viele von uns lieben die Berge als Freizeit- und Ferienort. Ob Skifahren, Schneeschuhwandern oder Rodeln im Winter, zum Wandern, Mountainbiken oder, für die sportlichen unter uns, auch Bergsteigen und Klettern im Sommer. Die Berge gehören für die meisten von uns Alpenländler*innen einfach dazu. 

Doch was passiert wenn eben da oben etwas passiert? Das kann ein umgeknickter Fuß sein, der Kreislauf, der plötzlich nicht mehr mitmacht oder wenn wir mit gebrochenem Bein am Pistenrand liegen. Auf viele mögliche Schwierigkeiten kann man sich als erfahrene*r Alpinist*in ja vorbereiten bzw. einfach auch mit guter Ausrüstung und den eigenen Fähigkeiten entsprechend unterwegs sein. Trotzdem kann gerade in den Bergen jederzeit eine Situation entstehen, aus der man sich nicht mehr selber retten kann. 

Da kommen unsere Podcast-Gäste ins Spiel. Für sie sind all diese Szenarien Alltag. Sie sind nämlich ehrenamtliche Bergretter*innen und begeben sich dabei nicht selten auch selber in Gefahr. Warum sie sich trotzdem bei der Bergrettung engagieren, was sie dafür mitbringen und was ihr persönlich erlebter Nutzen daraus ist, darüber sprechen wir in dieser Folge von Kaleidoskop Leben. 

 


Ferragosto

... der Podcast der Elisabethinen geht auf Urlaub.

Strenggenommen bezeichnet Ferragosto ja nur den Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15.  August, aber irgendwie steht das schon auch für den Urlaub im August. Deshalb verabschiedet sich das Podcast-Team der Elisabethinen mit dieser Folge auch in einen kurzen Urlaub und kommt im September wieder mit neuen Folgen. 

... schon wieder eine Podcast-Folge mit italienischem Titel. Diesmal geht es aber nicht um Italien, sondern generell um den Sommerurlaub. Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger zieht es in den Süden. Bei Sr. Helena geht die Reise nach Portugal zum Weltjugendtag und Michael Etlinger verschlägt es samt Familie zuerst an den Attersee und dann nach Italien. Also kommt doch auch wieder Italien vor in dieser Folge.

Zurück sind die beiden wieder im September mit neuen Gästen und neuen inspirierenden Gesprächen im Kaleidoskop Leben, dem Podcast der Elisabethinen für ein inspiriertes Leben. 

 


La Professoressa

Ein Podcast-Gespräch mit Isabella Bruckner, die als Theologie-Professorin in Rom lebt und arbeitet.

Eine junge Österreicherin unterrichtet an der internationalen Hochschule des Benediktinerordens in Rom. In ihrem Heimaturlaub ist sie in unser Podcast-Studio gekommen und erzählt davon, wie sie diesen außergewöhnlichen Job bekommen hat, was sie an Rom so besonders findet und wie es sich in der ewigen Stadt lebt.  

Wir sind mitten in der Ferienzeit. Da denken viele an Sommer, Sonne, Urlaub an Strand, gutes Essen und vielleicht in bekannter italienischer Manier an das „Dolcefarniente“. Ein bisschen geht es bei uns in dieser Folge auch um Italien. Wir haben unseren heutigen Gast nämlich quasi aus Rom einfliegen lassen. Sie ist aber nicht zum Urlauben in unserem südlichen Nachbarland, vielmehr lebt und arbeitet sie dort.

Sie ist eine junge Frau mit lockigen, kurzen Haaren, einem aufgeweckten Blick und einem gewinnenden Lächeln. Sie wirkt nicht wie die typische Theologin, die man sich so vorstellt. Doch seit 2022 lebt und wirkt sie in Rom an der Theologischen Hochschule des Benediktinerordens Sant‘ Anselmo. Wie sie dahin gekommen ist, wie es sich in der ewigen Stadt so lebt und was sie genau dort macht, das erzählt sie uns in diesem Podcast!

 


Der Herz-Elektriker

Dr. Martin Martinek im Gespräch über das Herz und wie man es behandeln kann.

Wussten Sie, dass einige Erkrankungen des menschlichen Herzens elektrische Ursachen haben? Die Elektrophysiologie ist die Spezialdisziplin innerhalb der Kardiologie, die sich mit diesen Phänomenen beschäftigt und viele der entsprechenden Krankheiten heilen kann. Prim. Priv.-Doz. Dr. Martin Martinek, MBA ist Experte auf diesem Gebiet und leitet die kardiologische Abteilung am Ordensklinikum Linz Elisabethinen. In dieser Podcast-Folge erzählt er vom faszinierenden Organ Herz und von seiner Doppelrolle als Arzt und Führungskraft.

Es ist nur so groß wie eine Faust, wiegt mit ca. 300 g in etwa so viel wie eine Mango und pumpt jeden Tag ca. 7.000 Liter Blut durch den menschlichen Körper. Die Rede ist natürlich von unserem Herzen. Es ist eine Hochleistungspumpe, die im Laufe von 80 Lebensjahren mehr als 700.000 Stunden in Betrieb ist - ohne Unterbrechung. Unser Herz ist ein Meisterwerk der Natur und sorgt dafür, dass unser ganzer Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Man kann zu Recht sagen, es hält den Menschen am Leben. 

Das Herz ist aber nicht nur ein technisch beschreibbares Organ. Wir bringen es ganz stark auch mit unserer Gefühlswelt in Verbindung. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, lautet beispielsweise ein berühmtes Zitat aus dem Buch „Der Kleine Prinz“, das auf diese andere Dimension unseres Herzens Bezug nimmt.

Das Herz bzw. die Herzgesundheit nehmen wir in dieser Folge etwas näher unter die Lupe und haben deshalb Dr. Martin Martinek ins Podcast-Studio eingeladen. 


Lebendige Geschichten

Ein Gespräch mit Dorit Muzicant über das Erzählen von Geschichten, von Menschen und vom Glauben.

Jeder Mensch hat eine Geschichte, eine spannende Geschichte sogar. "Es gibt den langweiligen Menschen nicht", sagt Dorit Muzicant in dieser Folge von Kaleidoskop Leben. Sie erzählt diese Geschichten in Filmen und Reportagen. Wie sie dazu kam, was sie am Geschichtenerzählen so fasziniert und warum sie gerade die Geschichte von Sr. Helena und den Elisabethinen so spannend findet, erzählt sie in diesem Podcast. 

Unser heutiger Gast hat die Gabe, sich mit großer Leidenschaft und Engagement auf fremde Menschen und deren Lebensrealitäten einzulassen. Das durfte die Ordensgemeinschaft der Elisabethinen in Linz vor etwas mehr als einem Jahr selbst erleben. Unser Gast arbeitet nämlich fürs Fernsehen und hat eine Reportage über das Ordensleben bei den Elisabethinen gedreht. 

Es war, so wie sie später selbst sagte, ihr erster Kontakt mit einer Ordensgemeinschaft und sie hat sich unglaublich ins Zeug gelegt, um das Leben als Ordensfrauen, den Alltag und den Glauben besser zu verstehen und mit einer großen Sensibilität mit der Kamera einzufangen. 

Einiges, so berichtete sie, war ihr gar nicht so fremd, ist sie doch selbst gläubige Jüdin und konnte einige Parallelen zu ihrem eigenen Glauben feststellen. Entstanden ist so eine feinfühlige und tiefgehende Reportage. Eine von vielen Geschichten, die Dorit Muzicant bereits einem großen Publikum im Fernsehen erzählen durfte. 


Da ist was drin, um Leben zu verstehen

Martin Dürnberger erklärt, was Theologie ist und was sie den Menschen bringt.

"Glauben ist nicht wie Schwangerschaft, wo es nur ja oder nein gibt", sagt Martin Dürnberger. Er ist Theologe und beschäftigt sich somit wissenschaftlich mit der Lehre von Gott, wie Wikipedia erklärt. Das hört sich ziemlich trocken an. In unserem Podcast-Gespräch erklärt Martin Dürnberger aber sehr lebendig und bunt, wie er die Theologie versteht und was sie aus seiner Sicht so wertvoll macht. 

Dass wir in den Podcast der Elisabethinen von Zeit zu Zeit auch Theologen einladen, ist irgendwie einleuchtend. Vielleicht können Sie sich an die eine oder andere Folge erinnern, in der das schon der Fall war. Aber mit der Theologie selber haben wir uns bisher noch nie beschäftigt. Was ist denn Theologie eigentlich? Wie unterscheidet sie sich vom viel gängigeren Begriff der Religion? Welche wesentlichen Teilbereiche der Theologie gibt es und was von alldem ist denn überhaupt für „normale“ Menschen, für unser tägliches Sein und Tun relevant? Diese und viele weitere Fragen können sich auftun, wenn man sich erstmals mit Theologie beschäftigt.

In dieser Podcast-Folge ist ein Mann zu Gast, der auf alle diese Fragen eine Antwort geben kann. Er ist selber Theologe, hat einige Bücher geschrieben und ist am 15. Juni 2023 auch beim Synopsium der Elisabethinen zu hören und zu sehen. Er lädt ein zum Nachdenken über den Glauben, wie er im Untertitel eines seiner Bücher schreibt, und tut das auch selber gerne.  


Mutig für die eigenen Träume

Alexandra Meissnitzer im Gespräch über das Verfolgen der eigenen Träume, auch wenn es Rückschläge gibt.

Schon als Kind wusste sie, dass sie Ski-Weltmeisterin werden würde. Damals hat ihr das kaum jemand geglaubt, aber sie hat ihren Traum konsequent verfolgt, ist durch Höhen und Tiefen gegangen und hat ihr Ziel erreicht. Sogar zweimal. Die Rede ist von Alexandra Meissnitzer. Mit ihr sprechen wir in dieser Podcast-Folge über Mut, den es für das Verfolgen der eigenen Träume braucht, und über die Unterstützung, die dabei auch ganz wichtig ist. 

Hatten Sie in Ihrer Jugend Idole, denen Sie nachgeeifert haben? Oder haben Sie vielleicht auch jetzt noch so ein Idol? Oft sind Filmstars, Musiker*innen oder natürlich auch Influencer*innen auf Social Media, immer wieder aber auch Sportler*innen, die uns aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistungen so sehr beeindrucken, dass Sie nicht nur bei Siegerehrungen auf dem Stockerl stehen, sondern auch als Vorbilder generell auf ein Podest gehoben werden. Es ist ja auch wirklich beeindruckend, wenn ein Fußballer seine Mannschaft von einem Sieg zum nächsten schießt oder eine Skifahrerin mit mehr als 100 Sachen die Abfahrtspiste runtersaust. Es braucht sicher Talent, um diese Leistungen erbringen zu können, aber auch Mut und viel Kraft, damit man auch mit Rückschlägen zurechtkommt. Und was passiert, wenn die Sport-Karriere zu Ende geht, wenn man nicht mehr ganz vorne dabei sein kann?

Wir haben eine Frau diese Podcast-Folge eingeladen, die uns von ihrem ganz persönlichen Lebensweg als Sport-Star und darüber hinaus berichten kann, über Höhen und Tiefen, über Unterstützer*innen und andere, über das was sie davon auch jetzt noch an andere Menschen weitergeben will. 


Ein wunderschöner Beruf

Ein Gespräch anlässlich des internationalen Tages der Pflege mit Andreja Kušej und Julian Mann

"Die Pflege ist ein wunderschöner Beruf", sagt Julian Mann, ein junger Pfleger in Ausbildung. Gemeinsam mit Pflegedirektorin Andreja Kušej bespricht er in dieser Podcast-Folge, warum die Pflege dennoch kein besonders gutes Image hat und was man dagegen machen könnte. Wir sprechen aber vor allem auch über die schönen, positiven Aspekte des Pflegeberufs. 

Die Pflege ist in der Krise - so liest und hört man es in den letzten Jahren immer wieder in den Medien. Und das nicht nur bei uns in Österreich, sondern zumindest auch in unseren deutschsprachigen Nachbarländern. Die Corona-Pandemie hat diese Situation noch weiter verschärft: Menschen, die in der Pflege arbeiten, fühlen sich überfordert, teilweise ausgenutzt und alleingelassen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass der Bedarf an guter Pflege in den nächsten Jahren nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung  in unserer Bevölkerung deutlich steigen wird. Wie sich das ausgehen soll, fragt man sich da zumindest als kritischer Beobachter. 

Auf der anderen Seite hört man aber auch immer wieder, wie schön und sinnstiftend die Tätigkeit in der Pflege sein kann. Viele Menschen haben sich nämlich genau deshalb für diesen Beruf entschieden. Ob das heute noch ausreicht, um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern und was man dazu beitragen kann, um die Pflege (wieder) attraktiv zu machen, darüber sprechen wir in dieser Folge von Kaleidoskop Leben. 


Antrieb: Neugierde

Mit Christian Gierlinger im Gespräch über den inneren Antrieb, Spiritualität und IT.

Die Neugierde ist in unserem Kulturkreis nicht immer nur positiv besetzt, obwohl sie Menschen zu Großartigem und Überraschendem motivieren kann. Ein Mensch, der dieses Phänomen als wichtigen inneren Antrieb für sich entdeckt hat, ist Christian Gierlinger. Mit ihm sprechen wir in dieser Folge von Kaliedoskop Leben über die Faszination der Technik, insbesondere der IT, die Kraft der Spiritualität und welchen Stellenwert die Neugierde in seinem Leben hat. 

Mahatma Gandhi soll einmal gesagt haben: „Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamem Willen“. Ein starker Wille, ein starker innerer Antrieb ist es also, der uns wirklich stark macht. Das merken wir immer wieder, wenn uns eine Sache, ein Anliegen, ein Ziel besonders wichtig ist und wir uns mit vollem Eifer darauf stürzen, es zu erreichen. Und manchmal schießen wir dabei auch über das Ziel hinaus. Wir stellen unseren unbeugsamen Willen, wie Gandhi ihn genannt hat, über alles. Dabei kann es schon mal passieren, dass die freiwerdende Stärke uns selbst oder anderen schadet.

Das gute Mittel scheint wieder einmal gefragt zu sein. Die gute Balance aus der schöpferischen Kraft des Willens und der Rücksichtnahme auf andere Interessen - eigenen und fremden.

Einer, dem das gut gelingt, soweit wir ihn kennenlernen durften, ist in dieser Folge bei uns zu Gast: Dr. Christian Gierlinger. Die Neugierde ist seine große Antriebsfeder. Mit ihm sprechen wir über verrückte Projekte, mutige Entscheidungen und seine Quelle für die innere Kraft. Passen IT und Spiritualität zusammen? Kann man eine Leitungsposition besetzen und trotzdem ein spiritueller Mensch sein? Wie passen christliche Werte in eine Führungskultur? Und wie kommt man auf die Idee, sein Haus nach ökologischen Standards zu bauen, wenn die Zeit noch nicht reif dafür ist? Diese Fragen haben sich uns gestellt, als wir Christian Gierlinger um die heutige Aufnahme gebeten haben und denen wir auf den Grund gehen. 


Wenn das Kloster leer bleibt ...

Ein Gespräch mit Dr. Adi Trawöger über Veränderungen der Ordensgemeinschaften.

Katholische Ordensfrauen und Ordensmänner prägten lange Zeit die Gesellschaft an vielen Orten unseres Landes mit. In den letzten Jahren werden sie weniger und immer wieder hört man, dass eine Ordensgemeinschaft einen Standort ganz verlässt. Was das mit Kirche und Gesellschaft macht, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge mit Bischofsvikar Dr. Adi Trawöger. 

Es ist noch gar nicht lange her, da prägten Ordensfrauen und Ordensmänner noch viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Man begegnete ihnen regelmäßig auf der Straße und traf sie in den vielen von ihnen betriebenen Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäusern an.

Diese Zeit scheint mehr und mehr der Vergangenheit anzugehören. Nur noch wenige Menschen entscheiden sich für ein Leben in einer Ordensgemeinschaft und nach und nach ziehen sich einzelne Orden aus ihren lange bestehenden Standorten zurück. Sie hinterlassen oft eine Lücke, die andere Institutionen nicht füllen können. Ihr Weggehen mag ein Ausdruck der sich verändernden Gesellschaft sein, aber er verändert diese Gesellschaft auch, zumindest dort wo sie bisher aktiv waren. 

Darüber wollen wir in dieser Folge von Kaleidoskop Leben reden. Und wir stellen die Frage, welchen Stellenwert, welchen Einfluss die Ordensgemeinschaften auf das Glaubensleben und auf die Katholische Kirche haben. Dazu haben wir Dr. Adi Trawöger eingeladen.  


Alles neu macht der ... April

Ein Gespräch zum Wechsel Moderationsteam unseres Podcasts.

Nach 47 Folgen von "Kaleidoskop Leben - der Podcast der Elisabethinen für ein inspiriertes Leben" gibt es eine Veränderung: Ab April 2023 führt Sr. Helena Fürst gemeinsam mit Michael Etlinger durch die Gespräche. Michaela Mallinger geht neue berufliche Wege. In dieser Folge schauen wir deshalb gemeinsam zurück und wagen einen Ausblick in das, was ab April 2023 neu wird. 

Michaela Mallinger, die Sie gemeinsam mit Michael Etlinger durch bisher 47 Folgen unseres Podcasts begleitet hat, geht neue berufliche Wege. Vorher wollen wir aber noch gemeinsam einen kurzen Blick zurück auf die ersten 1 1/2 Jahre von Kaleidoskop Leben, dem Podcast der Elisabethinen für ein inspiriertes Leben werfen. Michaela Mallinger erzählt, was ihre Highlights und besonderen Erinnerungen aus 47 Podcast-Folgen sind, warum es immer wieder auch sehr lustig war und als "Gast" darf sie in dieser Folge auch die Frage beantworten, was sie persönlich in ihrem Leben inspiriert. 

Gleichzeitig dürfen wir Ihnen in dieser Folge unseren neuen Co-Host, unsere neue Moderatorin vorstellen. Wobei: so neu ist sie hier in unserem Podcast-Studio gar nicht. Sie kennen sie bereits aus 5 Podcast-Folgen, in denen sie bei uns zu Gast war. Mit heute wechselt sie ihre Rolle als Gast und moderiert gemeinsam mit Michael Etlinger in Zukunft diesen Podcast. Die Rede ist von Sr. Helena Fürst. Sie ist Ordensfrau bei den Eisabethinen Linz-Wien und erzählt in dieser Folge, warum diese neue Aufgabe für sie reizvoll und herausfordernd ist. 


Die geballte Kraft der Gelübde

Sr. Helena Fürst und H. Vitus Glira im Gespräch über Gehorsam, Armut und Keuschheit

Gehorsam, Armut und Keuschheit - im Alltag unserer Wohlstandsgesellschaft tauchen diese nicht allzu häufig auf. Im Leben von Ordensfrauen und Ordensmännern spielen sie aber nach wie vor eine zentrale Rolle. Sie sind die Eckpunkte der Gelübde, also des Versprechens, das ein Mensch beim Eintritt in eine Ordensgemeinschaft ablegt. Was diese Worte heute bedeuten und was das für das Leben von zwei jungen Ordensleuten heißt, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge mit Sr. Helena Fürst und H. Vitus Glira. 

„Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.“ Diesen Spruch haben Sie als Kind vielleicht von Ihren Eltern und Großeltern gehört. Und er prägt bis heute. Es geht dabei darum etwas zuzusagen, was in der Zukunft liegt, also eine Handlung oder ein zukünftiges Ereignis. Wir versprechen dem eigenen Kind einen lässigen Wochenendausflug, wir versprechen dem bzw. der Verlobten die Ehe oder den Eltern für die Mathematik-Schularbeit zu lernen. Aber würden Sie Armut, Gehorsam und Keuschheit versprechen? Ja dieses Versprechen sogar ganz feierlich in Form eines Gelübdes vor einer Gemeinschaft und der Öffentlichkeit ablegen ... und das im zarten Alter von rund 25 oder 30 Jahren? Unsere heutigen Gäste haben das getan und können diesen Versprechen in ihrem Leben viel Sinn und Begeisterung abgewinnen. Das inspiriert uns und daher wollen wir mehr wissen. Grund genug für diese Podcast-Folge über die Gelübde von Ordensleuten. 


Wie Mitarbeiter*innen wirksam werden

Susanne Erkens-Reck im Gespräch über agiles Führen, neue Rollen in Unternehmen und Frauen in der Führung.

In der heutigen VUCA-World, in der sich die Rahmenbedingungen für eine Unternehmensführung permanent verändern, sind neue Führungsmodelle gefragt. Der Pharma-Konzern Roche machte sich auf den Weg durch die Transformation zu einem agilen Unternehmen. Was das für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen bedeutet und wo die Chancen dieses neuen Führens liegen, darüber spricht Susanne Erkens-Reck in dieser Podcastfolge. 

„Gute Führungskräfte haben einen kühlen Kopf, ein warmes Herz und aktive Hände“ so sagt es ein bekanntes Zitat. Egal ob Sie Mitarbeiter*in oder selbst Führungskraft sind, ob Sie Schüler*in oder Lehrer*in sind, ob Sie Kind oder Mutter bzw. Vater sind, tagtäglich machen Sie Erfahrung mit Führung. Jeder Mensch der führt hat sich entschieden, Verantwortung zu tragen. Verantwortung für sein eigenes Handeln und Verantwortung für das Handeln jener Menschen, die ihr bzw. ihm anvertraut sind, um Ziele zu erreichen. Das nennt man Führungsverantwortung. Und das wiederum hat ganz viel mit dem Menschsein zu tun. Um eine erfolgreiche Führungskraft zu sein, braucht es - wie anfangs erwähnt - Kopf, Herz und Hände, die ineinander spielen. Dann inspiriert man, ja dann kann Führung inspirieren. 

Unseren Gast für diese Podcastfolge haben wir genau so kennengelernt. Susanne Erkens-Reck hat uns als Führungskraft inspiriert und deshalb sprechen wir mit ihr über „neues Führen“. Wir erfahren, was dieses neue Führen bedeutet und wie sie dieses Neue ganz persönlich erlebt.


Management mit Grundhaltung der Offenheit

Günther Liebminger im Gespräch über Theologie und Management.

In der Ausbildung wird meist der Grundstein für die spätere Berufskarriere gelegt. Doch immer wieder "verirren" sich Menschen in Berufe, die auf den ersten Blick gar nicht zu dem zu passen scheinen, was sie ursprünglich gelernt hatten. So ist es auch bei Mag. Günther Liebminger, der als Theologe in einem Management-Job arbeitet.

„Oh Gott, mein Chef ist Theologe“ - so titelte vor einigen Jahren ein Artikel im deutschen Magazin „Der Spiegel“. Das klingt sehr skeptisch oder sogar ablehnend. Und irgendwie können das insbesondere als gelernte Betriebswirt*innen sicher auch nachvollziehen. Schließlich sollte ein*e Manager*in in einem Wirtschaftsbetrieb doch vor allem etwas von der Wirtschaft verstehen. Geisteswissenschaftler*innen oder gar Theolog*innen schreibt man diese Kenntnisse hierzulande aber kaum zu. 

Und doch gibt es sie: Sie kommen aus der Philosophie, den Literaturwissenschaften oder der Theologie und sind höchst erfolgreich in Wirtschaftsunternehmen tätig. Und glaubt man den Briten, wo Geisteswissenschaftler*innen schon lange in den Vorstandsetagen sitzen, so bringen sie ganz entscheidende Qualitäten in ein Unternehmen ein. Welche das sein können und warum er selber sich für den Weg in die Wirtschaft entschieden hat, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge mit einem Kollegen von den Elisabethinen in Graz: Mag. Günther Liebminger. 


Der Zivi und der Tod

Christoph Haugeneder im Gespräch über seinen Zivildienst im St. Barbara Hospiz

14.370 junge Männer haben österreichweit im jahr 2022 ihren Zivildienst begonnen, der Großteil davon in einer Sozialeinrichtung. Doch ein Zivildiener im stationären Hospiz? Ist das wirklich der richtige Ort dafür? Christoph Haugeneder hat sich darauf eingelassen. Er kommt im St. Barbara Hospiz tagtäglich mit schwerkranken Menschen in Kontakt und mit dem Tod. Über seine Erfahrungen erzählt der 19-Jährige in dieser Podcast-Folge. 

In unserer letzten Podcastfolge ging es um den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne. Und auch unser heutiges Thema, unser heutiger Gast konfrontiert uns mit zwei Themenbereichen, die wir im ersten Moment nicht unmittelbar miteinander in Verbindung bringen würden. Die Rede ist von Jugend und Tod. Unser heutiger Gast ist Zivildiener, der allererste im St. Barbara Hospiz in Linz. Um die dortige Stelle bewarb er sich im zarten Alter von 18 Jahren bewusst und aktiv. Seit inzwischen vier Monaten ist er nun dort und hilft dabei mit, dass unheilbar kranke Menschen eine schöne letzte Lebensphase erleben können. Mit ihm sprechen wir in dieser Folge darüber, wie es ist Zivi zu sein, was ihn als jungen Menschen dazu bewegte sich für diese Aufgabe zu bewerben und wie er zum Sterben und zum Thema Tod steht.


Tradition trifft Innovation

Ein Gespräch mit Melanie Hofinger über ihr Erfolgsrezept als Unternehmerin, Generationen und den Buchhandel.

Der stationäre Buchhandel fällt einem wahrscheinlich nicht gleich ein, wenn man an zukunftsträchtige Unternehmen denkt. Melanie Hofinger hat sich dennoch getraut, eine sehr traditionelle Buchhandlung zu übernehmen, obwohl sie keine Buchhändlerin ist. Sie hat die Tradition mit Innovation verbunden, eine neue Kultur geprägt und hat damit offensichtlich Erfolg. Davon erzählt sie in unserer aktuellen Podcast-Folge.

Was haben Sie denn so mit 25 Jahren beruflich gemacht? Die Entscheidungen in der Mitte des dritten Lebensjahrzents sind für viele von uns prägend. Manche von uns haben in ihrem Traum-Job bereits Fuß gefasst und sind fest verankert, andere gehen die ersten beruflichen Schritte nach dem Studium und wieder andere orientieren sich beruflich nochmal völlig neu. Aber hätten Sie in diesem Alter jemals darüber nachgedacht, als Nicht-Buchhändlerin eine Buchhandlung mit 70-jähriger Tradition zu kaufen, kurz darauf Inhaberin einer Holding mit mehreren Tochterbetrieben zu sein und gemeinsam mit 45 Mitarbeiter*innen in 7 Filialen das Image dieser Buchhandlung von Grund auf aufzumöbeln? Nein? Wir auch nicht und genauso wenig hätte sich das unser heutiger Gast träumen lassen. Dennoch, für sie hat es sich genau so erfüllt und dabei hat sie so allerhand, vor allem allerhand Faszinierendes und Inspirierendes erlebt.


Ein Ort der Begegnung

Agnes Retschitzegger und Lui Chan im Gespräch über Musik und ein Veranstaltungsformat, das Begegnungen ermöglicht.

Was machen Menschen im Krankenhaus, die weder krank sind, noch jemanden besuchen oder hier arbeiten? Musik und Kultur genießen zum Beispiel. So ist das zumindest am Ort der Begegnung der Elisabethinen in Linz. Mag.a Agnes Retschitzegger leitet diese Veranstaltungsreihe und Prof. Lui Chan ist einer der treuesten Künstler dabei. Die beiden sprechen in dieser Folge über die Bedeutung von Musik und das Besondere am Ort der Begegnung. 

Egal ob man sich als Fan der klassischen Musik bezeichnet oder nicht, mindestens einmal im Jahr begeistert sich der Großteil der Österreicher*innen an dieser Musik. Es ist erst wenige Tage her, dass wir in der Silvesternacht zum Donauwalzer von Johann Strauß getanzt haben und viele von uns zu den ca. 50 Millionen Zuschauer*innen weltweit gehörten, die sich am ersten Tag des Jahres von den Klängen der Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert verzaubern ließen. 

Die Elisabethinen haben den Wert von hochkarätiger klassischer Musik für die Menschen, die Gesellschaft und die Gesundheit - im ganzheitlichen Sinn - schon vor langer Zeit erkannt. Mit dem „Ort der Begegnung“, wie sie das Kulturformat nennen, öffnen sie seit 2004 den Festsaal des Klosters für Kulturprogramme und schaffen damit Begegnungszonen abseits von Krankheit und spirituellem Leben im Orden. Unsere heutigen Gäste sind mit Herz und Seele seit der ersten Stunde Teil dieses Projektes: Mag.a Agnes Retschitzegger, Leiterin des „Orts der Begegnung“ bei den Elisabethinen und Prof. Lui Chan, 1. Konzertmeister des Bruckner Orchesters Linz, Ausnahmemusiker und Gründer des Franz Xaver Frenzel Quartetts.