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Sr. Immaculata erhält silbernes Verdienstzeichen des Landes OÖ

Die 81-Jährige wurde 1971 in die Dialyse des damaligen Krankenhaus der Elisabethinen bestellt und war von den ersten Versuchen einer Nierenersatztherapie bis hin zur modernen Dialysebehandlung am Ordensklinikum Linz Elisabethinen dabei.

Vor 62 Jahren ist Sr. Immaculata ins Kloster der Elisabethinen Linz eingetreten. Damals war sie 19 Jahre alt und besuchte neben dem Einleben ins Kloster auch die Abend-Hauptschule. 1964 legte das jüngste von sechs Kindern einer bäuerlichen Familie die Profess auf Lebenszeit ab und absolvierte dann die dreijährige Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester bei den Barmherzigen Schwestern Linz.

1971 wurde Sr. Immaculata als erste Gesundheits- und Krankenschwester für die Dialyse bestellt und sogleich intensiv in dieses noch völlig unbekannte Arbeitsfeld eingeschult. Der gebürtigen Mühlviertlerin aus St. Martin wurden bald verschiedenste Arbeiten übertragen, die ansonsten nur Ärzte erledigten. So war Sr. Immaculata auch zuständig für HLA-Typisierungen und Crossmatches, die beide bei einer Nierentransplantation erforderlich sind. Die Gebetszeit mit ihren Mitschwestern im Konvent hat die engagierte Stationsschwester trotz ihrer Arbeit nie vernachlässigt. Im Gebet findet sie eine Möglichkeit, ihre Sorgen abzulegen.

Aufgrund regelmäßiger Fort- und Weiterbildungen u.a. für leitendes Pflegepersonal und Qualitätskoordination hatte die Ordensfrau bis 2011 die Leitung der Dialysestation über, die sie mit 71 Jahren an ihre verlässliche Vertreterin übergab. Auch nachdem sie ihre leitende Position auf der Station abgab, war Sr. Immaculata weiterhin für „ihre“ Patienten da. Vor allem vor der ersten Dialyse kümmerte sich Sr. Immaculata um die oft besorgten Patienten und nahm ihnen durch Gespräche und Zuhören die Angst. Ohne der Pandemie, die im Februar 2020 alle Ordensschwestern zum Eigen- und Patientenschutz in Isolation zwang, würde Sr Immaculata ihrer Station noch immer ihre täglichen Besuche abstatten.

Ihre Erinnerungen an die Anfänge der Dialyse schrieb die Ordensfrau 2017 in einem Buch mit dem Titel „Wo Realität die Hoffnung in sich trägt – Vom „Kinderplanschbecken“ bis zur modernsten Dialysebehandlung am Ordensklinikum Linz Elisabethinen“ nieder.